Kubas Kampf gegen Drogen

Die kubanische  Organisation „Mirando al Mar“ (Schauen auf das Meer) hatte letzten Freitag ihr Jahrestreffen. Diese kubanische Organisation hat sich den Kampf gegen Drogen und illegale Waffen auf die Fahne geschrieben. Sie ist in Europa relativ unbekannt. Auch deshalb haben wir uns dazu entschieden diese Vereinigung von Freiwilligen kurz vorzustellen.

 

„Mirando al Mar“ hat über 7000 Mitglieder, von denen 24% Jugendliche und 35% Frauen sind. Die Vereinigung wurde 1959 unmittelbar nach dem Sieg der Revolution gegründet und wird durch das CDR (Komitee zur Verteidigung der Revolution) geleitet und organisiert. Sie unterstützen die „Tropas Guardafronteras“ (Grenzwachtruppe) und werden auch von diesen geschult.

Die Ziele von „Mirando al Mar“ sind zu verhindern, dass über das Meer Drogen oder Waffen ins Land geschleust werden. Ausserdem helfen Sie dabei, illegale Machenschaften an den Küsten aufzudecken. Zum Beispiel sind früher vom CIA unterstützte Terroristen illegal über das Meer nach Kuba eingereist, um dort Attentate zu begehen. Auch melden Sie allfällige Verschmutzungen z.B. durch angeschwemmtes Öl.

In der Jahresversammlung letzten Freitag wurde bilanziert, dass durch die Organisation ca. 80% des Drogenhandels, der in Kuba ablaufen sollte, bereits an der Küstenzone unterbrochen werden konnte. Rund 70% der in Kuba beschlagnahmten Drogen wurde durch diese Organisation eingesammelt. Meist wurden die Drogen in Päckchen angeschwemmt. Das zeigt die Bedeutung und Wichtigkeit dieses zivilen Hilfstrupps und die wertvolle Unterstützung die sie den Grenwachtruppen leisten.

Im der ganzen kubanischen Küste verteilt gibt es rund 308 „Mirando al Mar“- Gruppen. Jede dieser Gruppen besteht aus ca. 20-30 Mitgliedern.

Vielen Mitgliedern liegt auch der Schutz der Meeresflora und -Fauna am Herzen. Die Vertreter der verschiedenen Abteilungen tauschten ihre Erfahrungen aus und diskutierten über den ökologischen Schaden den internationale Firmen den Meeren anrichten. So werden, nicht nur an kubanischen Küsten, industrielle Abfälle, Altöl und andere giftige Abfälle angeschwemmt, die für die Zerstörung der Ökosysteme, der Mangroven und der Schalentierarten verantwortlich sind.

Die Organisation „Mirando al Mar“ ist ein schönes Beispiel von zivilgesellschaftlichem Engagement im Kampf gegen Drogen und dem Schutz der Natur. Die hohe Mitgliederzahl zeigt, dass viele Kubaner nicht nur theoretisch oder abstrakt, sondern auch ganz praktisch die Werte der Revolution verteidigen und so ihren Beitrag für ein möglichst von illegalen Drogen befreites Kuba leisten.

(kubainfos)

 

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