Skandalös tendenziöses Schweizer Fernsehen

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Heute veröffentlichen wir einen Beitrag von der Vereinigung Schweiz-Cuba über die Berichterstattung des öffentlichen rechtlichen Schweizer Fernsehen:

“US-Cops haben dieses Jahr bereits 710 Bürger getötet”
(20Minuten am 15. August 2015)
“Bush kann sich Folter wieder vorstellen”
(TagesAnzeiger/BernerZeitung/Basler Zeitung 14. August 2015)
Nirgends in der Welt sitzen mehr Leute im Gefängnis wie in den USA
(siehe statista.com).

John Kerry, der Aussenminister eben dieser “Demokratie” USA kommt zur Botschaftseröffnung erstmals nach Kuba und fordert “echte Demokratie in Kuba”. Eine solche Wortwahl und Stimmungsmache weicht in keiner Weise von der seit Jahr und Tag gepflegten medialen Subversion des Imperiums gegenüber der Antilleninsel ab und passt in keiner Weise zu einer ehrlichen Annäherung.

Dass auch die redaktionelle Linie der führenden Privatmedien in der Schweiz in völligem Einklang mit dem NED (National Endowment for Democracy) , einer CIA-Tarnorganisation (“Eine Menge von dem, was wir heute tun, wurde vor 25 Jahren von der CIA verdeckt getan.” Washington Post, 21.09.1991) verläuft, spricht für sich, aber sicher nicht für eine Unabhängigkeit dieser Medien…

Wie nun aber auch das öffentlich-rechtliche Schweizer Fernsehen in seiner “10 vor 10″-Ausgabe vom Freitag, 14. August 2015 völlig unkritisch und  hörig das US-amerikanische Verständnis von “Menschenrechten, Demokratie und Meinungsäusserungsfreiheit” vermittelt, ist ein Skandal und wird den eigenen, in den “Publizistischen Leitlinien” formulierten Ansprüchen in keiner Weise gerecht: “Sachgerecht ist die Berichterstattung, wenn sie alle verfügbaren Fakten in Betracht zieht und nur darstellt, was nach bestem Wissen und Gewissen für wahr gehalten wird. Sachgerechtigkeit setzt bei den Journalistinnen und Journalisten Sachkenntnis und Kompetenz voraus.”

In vorgebenem Jargon vermittelt der in den USA stationierte “SRF-Sonderkorrespondent”
– offensichtlich bar jeglicher Landeskenntnisse – gängige Clichés:”Wohin das Ganze gehen wird, wenn sich ein kommunistisches Regime ein bisschen öffnet” wisse man natürlich nicht…

Im umfangreichen Beitrag in “10 vor 10″ werden nur die immergleichen, vom und im Ausland aufgebauten “Dissidentinnen” porträtiert und interviewt. Obwohl immer wieder die Formulierung “viele Kubaner” verwendet wird, kommt kein einziger von ihnen zu Wort.

Abschliessend soll die Behauptung, das kubanische Volk sei “unterdrückt und nicht frei” noch wissenschaftlich untermauert werden, indem eine Assistentin der Uni Bern unüberprüfte Daten von angeblichen Verhaftungen und politischen Gefangenen von sich gibt. Es sind solche Daten, wie sie jeweils exakt von  “Dissidenten” wie den Damas en blanco geliefert werden. Daten und Taten, für die diese Damen erwiesenermassen aus dem Ausland bezahlt werden. Im Bericht unerwähnt bleibt, dass sich diese “Damas” genau wegen solcher Entlöhnung auch noch verkracht haben. Zankende Damen in Weiss und Polemik um die Protestgrupe Damen in Weiss

Die Kompetenz der Uni-Assistentin stützt sich notabene auf Forschungsschwerpunkte wie “US-Latin American Relations”…

Wie sagt doch der englische Historiker Tariq Alí: „Für die überwältigende Zahl der Journalisten im Westen, ganz zu schweigen von der Minderheit, die direkt mit den Geheimdiensten verbunden ist, gibt es nur ein massgebliches Kriterium für die Beurteilung eines Regimes, und das ist nicht etwa seine Menschenrechtsbilanz, sondern die Tatsache, ob es ein Freund oder ein Gegner des „Washington Consensus“ ist.

Und so übernimmt SRF auch im Falle von Kuba willfährig ein Feindbild, wie es von den USA vorgezeichnet wird.

Vereinigung Schweiz-Cuba/swa

http://www.cuba-si.ch

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