Polemik um die Protestgruppe „Damen in Weiss“ in Kuba

Anwohner des Parkes „Mahatma Ghandi“ im Stadtteil Miramar mobilisieren gegen die Damen in Weiss

Anwohner des beliebten Parks fühlen sich gestört

Das Video wurde vom freischaffenden kubanischen Filmemachers David Vazquez aus New York produziert. Es zeigt Anwohner, die dagegen protestieren, dass der öffentliche Park jeden Sonntag von den Damen in Weiss „besetzt“ wird. Der Park ist durch seine großen Schatten spendenden Bäumen beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Durch die wöchentlich wiederkehrenden Demonstrationen zum Park, fühlen sich viele Anwohner gestört und haben mit einer schriftlichen Petition Beschwerde bei der Regierung eingereicht. Unter verschiedenen Hashtags wird außerdem übers Internet über das Anliegen aufmerksam gemacht.

Proteste der Damen in Weiss werden toleriert

Die Damen in Weiss sind eine Oppositionsgruppe die von verschiedenen Interessengruppen, vor allem aus den USA, finanziell unterstützt werden. Sie nehmen jeden Sonntag zusammen am Gottesdienst in der Kirche Santa Rita teil und starten von dort jede Woche von Neuem eine Demonstration, die im Park „Mahatma Ghandi endet. Dort gibt es diverse Reden und Diskussionen.  Obwohl für die wöchentlichen Demonstrationen jeweils keine Bewilligung eingereicht wird, toleriert die Polizei die Proteste grundsätzlich. In der Vergangenheit kam es jedoch von Seiten der Damen in Weiss immer wieder zu Gewalttätigkeiten und gar zu regelrechten Tumulten. Auf Videos ist zu sehen, wie sich Anhänger  der Damen in Weiss auf Grund Meinungsverschiedenheiten untereinander prügeln. Ein anderes Video zeigt, wie die Anführerin der Damen in Weiss, Berta Soler, jemanden der die Szene filmt beleidigt und im droht sein Equipment auf den Boden zu schmeißen.

Da die Damen in Weiss auch schon die Bushaltestelle in der Nähe des Parkes blockierten, musste die Polizei schon einige Male eingreifen und verschiedene Mitglieder zur Kontrolle auf den Polizeiposten mitnehmen. Vielfach widersetzen sich die Damen in Weiss diesen Anordnungen, worauf es schon mehrere Male zu Verhaftungen kam.

Berta Soler kauft sich teures Haus, obwohl offiziell arbeitslos

Es ist nicht das erste Mal, dass die Damen in Weiss bei der Bevölkerung in der Kritik stehen. Unter anderem gab es schon einige Male sogenannte „Actos de Repudios“, (Akte der Ablehnung) in denen sich verschiedene Personen, zum Teil auch mit Unterstützung von kubanischen Organisationen der Zivilgesellschaft, zusammenfanden und vor den Häusern einiger Mitglieder der Damen in Weiss lautstark demonstrierten. Die Hauptvorwürfe sind jeweils, dass es ihnen gar nicht um fehlende Freiheit oder Menschenrechte gehe, sondern dass sie Söldner seien, die für Ihre Demonstrationen Geld vom Ausland bekämen und deshalb des Geldes wegen Lügen verbreiten würden. Ein Indiz dafür lieferte zuletzt Berta Soler, die sich im Mai ein neues Haus für 80’000 Dollar kaufte, das auch als „Zentrum“ der Damen in Weiss dienen soll.

Widerstand auch in anderen Provinzen

Bei „Actros de Repudios“ kam es vereinzelt sogar schon zu Rangeleien. Obwohl die „Damen in Weiss“ diese Akte jeweils als „gegen die Menschenrechte“ und als diktatorisch bezeichnen, praktizieren sie diese „Actos“  gegen in Ungnade gefallene Mitglieder selber. Hier ein Video das zeigt, wie ein in solches Mitglied im eigenen Haus bedrängt und als Verräterin“ beschimpft wird:

Auch in anderen Provinzen des Landes stoßen die Damen in Weiss auf Widerstand. So berichtete die regierungskritische Zeitung „el Nuevo Herald“, dass ein katholische Priester aus Cienfuegos Acht Damen in Weiss verboten habe weiterhin in weiss seine Gottesdienste zu besuchen. Er wolle in seiner Kirche Ruhe und Frieden haben.

(kubainfos)

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